BE/BA
Das neue Tool "Das sichere Haus" zeigt, wo Gefahren lauern. mehr...
Fridulin Brenzlich in Aktion

Maßnahmenüberblick
| Datum | Einrichtung |
|---|---|
| 03.09.10 | Pestalozzischule 58566 Kierspe |
| Feuerwehr | Feuerwehr Kierspe |
| 01.09.10 | Feuerwehr Stadt Olsberg 59939 Olsberg |
| Feuerwehr | Löschzug Bigge - Olsberg |
| 26.08.10 | Grundschule Stukenbrock 33758 Schloss Holte - Stukenbrock |
| Feuerwehr | Schloß Holte - Stukenbrock |
| mehr... | |
Achtung! Neu!
Tel.: 0 23 81 / 9 56 86 90
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Brandschutzerziehung für Grundschulen
Die Powerpointpräsentation verschafft einen Überblick über die Rollen- und aufgabenverteilung in der Brandschutzerziehung für Grundschulen, stellt Instrumente und Medien vor und definiert die Ziele der BE/BA-Arbeit.
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Leitfaden für die Brandschutzerziehung in der Grundschule
Einstieg
Um eine effektive Brandschutzerziehung in der Grundschule durchführen zu können, sind Gespräche zwischen der Feuerwehr, dem Schulrat oder dem Schulleiter/ der Schulleiterin unerlässlich, in dem die konkreten Ziele ( „Maßnahmen zum Brandschutz“ – vgl. Lehrplan Sachunterricht) und ein mögliches Konzept zur Umsetzung der BE/BA einschließlich der Räumungsübung vorgestellt bzw. gemeinsam erstellt werden.
Gesetzliche Grundlagen
Es gilt der Erlass vom Kultusministerium
1.1
In allen öffentlichen und privaten Schulen und Erziehungseinrichtungen sollen zweimal im Jahr Alarmproben abgehalten werden. Die erste Alarmprobe sollte innerhalb von 8 Wochen nach Beginn eines Schuljahres und nach einem Unterricht über das Verhalten bei Alarm; spätere Alarmproben sollen ohne vorherige Ansage erfolgen.
1.2
Die Vertreter der örtlichen Feuerwehren sind mindestens einmal zu einer Alarmprobe einzuladen. Im Rahmen der Alarmproben sollen nach Möglichkeit mit den Schülern auch allgemeine Maßnahmen zur Verhütung von Bränden und Verhaltensweisen bei Ausbruch eines Brandes außerhalb des Schulgebäudes behandelt werden.
2.
Die Arbeitsstättenverordnung § 4 schreibt vor, dass Räumungsübungen für Mitarbeiter und Personen, die sich regelmäßig im Gebäude aufhalten, durchgeführt werden müssen.
3.
§ 8 FSHG - Brandschutzerziehung, Brandschutzaufklärung, Selbsthilfe
Die Gemeinden sollen ihre Einwohner über die Verhütung von Bränden, den sachgerechten Umgang mit Feuer, das Verhalten bei Bränden und über die Möglichkeiten der Selbsthilfe aufklären.
Konzept
Ein einheitliches Konzept in Bezug auf die Inhalte und Umsetzung ist in der Brandschutzerziehung unerlässlich. Nur so ist gewährleistet, dass in jeder Grundschule die Inhalte der Brandschutzerziehung gleich vermittelt werden.
Das Feuerideenmobil, das allen Grund- und Sonderschulen in Westfalen zur Verfügung steht, erleichtert die Brandschutzerziehung. Die fächerübergreifenden Unterrichtseinheiten erleichtern und unterstützen die Arbeit der Pädagogen.
Ob die BE/BA in einer Projektwoche, an einem Projekttag, im Nachmittagsunterricht, im Sachunterricht u. a. durchgeführt wird, ist in den ersten Gesprächen zu klären. Ebenso ist auch zu klären, in welchen Abständen die BE/BA wiederholt wird / werden kann.
Aufgaben eines Brandschutzerziehers / einer Brandschutzerzieherin
Die Rollen in der Brandschutzerziehung sind zu definieren, wobei der Brandschutzerzieher/ die Brandschutzerzieherin eine begleitende Rolle spielt.
Die Inhalte, die mit dem Lehrplan übereinstimmen müssen, werden grundsätzlich von dem Lehrer / der Lehrerin vermittelt. Der Brandschutzerzieher/ die Brandschutzerzieherin wird als Experte/ Expertin für die Kinder in den Unterricht eingeladen und unterstützt die Lehrer mit dem Fachwissen und Materialien.
Die Aufgaben eines Brandschutzerziehers/ einer Brandschutzerzieherin bestehen in erster Linie in folgenden Punkten:
- Erarbeitung eines Konzeptes zur Durchführung der BE/BA mit der Schule
- Er/ Sie begleitet den Lehrer/in mit Fachwissen
- Steht in der Unterrichtsreihe den Kindern als „Experte“ zur Verfügung
- Er / Sie kann „feuerwehrtypische Aufgaben“ (*) übernehmen
Inhalte aus Sicht der Feuerwehr
- Aufgaben der Feuerwehr
- Vorstellen der Schutzausrüstung (*)
- Einüben des Notrufs (*)
- Kenntnisse über Alarmierungseinrichtungen
- Allgemeine Verhaltensweisen
- Vermittelt die Handhabung der Fluchthaube (*)
- Vermittlung von Kenntnissen, die die Gefährlichkeit des Brandrauches deutlich machen (*)
- Gefahrenbewusstsein schärfen
Beratung von Materialien:
Der Brandschutzerzieher/ die Brandschutzerzieherin sollte in der Lage sein über vorhandene und einsetzbare Medien zu informieren z.B.
- Feuerideenmobil
- Werkstattbücher
- Unterrichtsreihen zur Brandschutzerziehung
- Medien
- BE/BA - Multibox
Elternarbeit
Brandschutzerziehung ohne Eltern ist nicht denkbar. Brandschutzerziehung ist nur dann effektiv, wenn Eltern die Brandschutzerziehung über die Schule hinaus z.B. zu Hause unterstützen. Bei einem Elternabend bietet es sich an, dass Konzept der Brandschutzerziehung vorzustellen.
Abschluss
Der Abschluss einer erfolgreichen Brandschutzerziehung könnte in der Schule auf dem Schulhof oder am Feuerwehrgerätehaus durchgeführt werden. Der Abschluss könnte in Form eines Aktionstages abgehalten werden.
Hier sollte das Motto gelten: Wieder erkennen, statt Neues lernen! Weniger ist mehr!
Mit dem erworbenen Wissen aus der Schule können die Kinder in dem Stationslauf „Maßnahmen zum Brandschutz“ selbstständig erklären und deuten.
Ablauf eines Feuerwehraktionstages
Der Aktionstag kann mit einer Räumungsübung an der Schule beginnen. Am Anschluss daran durchlaufen die Kinder in Kleingruppen die einzelnen Stationen, die mit unterschiedlichen Themen interessant gestaltet werden wie zum Beispiel:
Station 1: Erste Hilfe
Maßnahmen bei Rauchgasvergiftungen, Vakuummatratze, Luftkammerschiene, eventuell kleinere Verbände
Station 2: Schutzkleidung
Kennen lernen der Schutzausrüstung (Nach dem Motto: Wieso darf der Feuerwehrmann/ die Feuerwehrfrau in das Feuer und wir nicht?) Atemschutzgerät, Fluchthaube
Station 3:Experimente
- Anzünden von Streichhölzern – Bechergläserversuch
Kinder beweisen, dass Brandrauch sich zunächst an der Decke sammelt und leiten Verhaltensweisen ab
- was brennt, was brennt nicht
Sie können sich erklären, warum ein Feuerwehrmann/ Feuerwehrfrau mit der schwerentflammbaren Schutzausrüstung „Näher“ in das Feuer gehen darf
- kleinere Experimente …
Station 4: Feuerwehrfahrzeuge
Wenige Fahrzeuge eventuell Rettungswagen, Löschfahrzeug. Weniger ist mehr. Schüler sollen ihnen bekannte Geräte wieder erkennen -> verschiedene Gegenstände werden den Aufgabenbereichen der Feuerwehr zugeordnet und wiederholt.
Station 5: Brandrauch
Am Rauchhaus und / oder in einem verrauchten Raum kann die schnelle Ausbreitung des Brandrauchs simuliert werden. Hier kann zu dem mit allen Sinnen aktiv das Verhalten beim Verlassen eines Raumes wiederholt und eingeübt werden.
Abschlussbesprechung
Am Ende des Aktionstages sollte eine kurze Abschlussbesprechung nicht fehlen. Eine Urkunde zum Abschluss, sowie Lob und Anerkennung motivieren Schüler besonders.
Nachbesprechung
Eine Nachbesprechung mit allen Beteiligten ist unverzichtbar. Ein Feedback aller Teilnehmer macht so die gelungenen oder verbesserungswürdigen Elemente deutlich.
Ausblick
Damit die Brandschutzerziehung in der Schule nachhaltig bleibt, sollten weitere zusammenhängende Projekte überlegt werden. Da bietet sich unter anderem ein Besuch im Floriansdorf oder im Sinnsorium (ein Projekt was die unterschiedlichsten Sinne schärft und entdeckt.)
Sollten Sie darüber hinaus noch Fragen haben steht Ihnen Frau Grochow von der Koordinierungsstelle des LFV NRW gerne zur Verfügung.
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