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20.5.2013 : 5:20 : +0200

Maßnahmenüberblick

DatumEinrichtung
07.05.13
58566 Kierspe
FeuerwehrFeuerwehr Kierspe
07.05.13St.Joahnnes-Kindergarten
48619 Heek
FeuerwehrFeuerwehr Heek
06.05.13Teutoburger-Wald Schule
49545 Brochterbeck
FeuerwehrFreiwillige Feuerwehr Tecklenburg Lz Brochterbeck
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Leitern

Eine Leiter (von althochdeutsch leitara „lehnen“, „die Angelehnte“) ist ein Gerät mit Sprossen zum Hinauf- und Hinabsteigen, die links und rechts in zwei Holme eingepasst sind. Im Gegensatz zum allgemeinen Sprachgebrauch werden im Bergbau Leitern als Fahrten bezeichnet.

Es gibt Leitern aus Holz, Stahl, Aluminium sowie Kunststoff. Leitertypen sind Anstelleitern, die z. B. an eine Wand angelehnt werden, und Bockleitern, die frei stehen können. Eine grundsätzlich andere Bauform sind die nicht auf dem Boden stehenden, sondern hängenden Strickleitern und Einhängeleitern.

Tragbare Leitern

„Tragbare Leitern“ sind im Allgemeinen Leitern, die von einem oder mehreren Menschen getragen werden können. Dadurch können diese Leitern flexibel und schnell an verschiedenen Orten eingesetzt werden.

Tragbare Leitern bei der Feuerwehr und anderen Hilfsorganisationen

Die Vorteile tragbarer Leitern macht sich vor allem die Feuerwehr und das THW zunutze. Die dienen als alternativer Rettungsweg von Menschen aus einem brennenden Haus oder Angriffsweg zur Brandbekämpfung. Zusätzlich können sie als improvisiertes Rettungsgerät für weitere Aufgaben zur Verfügung stehen (z.B.: bei der Wasser- und Eisrettung, bei der Abstützung, etc.).

Der Einsatz tragbarer Leitern bei den deutschen Feuerwehren ist in der Feuerwehr-Dienstvorschrift 10 festgeschrieben. Es dürfen nur Leitern nach Norm verwendet werden.

Hier wird die Arbeitshöhe bzw. die Einsatzhöhe als Rettungshöhe bezeichnet.

Steckleiter

Menschenrettung mit der Steckleiter

Die Steckleiter ist die bei der Feuerwehr am häufigsten vorhandene Leiter, da sie am dynamischsten eingesetzt werden kann. Je nach Zweck und benötigter Höhe können bis zu vier Leiterteile ineinander gesteckt werden.

Sie ist eine Anstellleiter, d. h. sie benötigt ein feststehendes Objekt, an das sie in einem 65–75° Winkel angelehnt werden kann (z. B. Hauswand, Baum). Es ist auch möglich, sie als Leiterbock zu verwenden, sie darf dann aber nicht bestiegen werden, sondern nur noch z. B. als Schlauchbrücke verwendet werden. Weiterhin kann ein Leiterteil auch als Behelfstrage oder zur Rettung von im Eis eingebrochenen Personen verwendet werden.

Feuerwehrfahrzeuge sind in der Regel mit einer zwei- oder vierteilige Steckleiter beladen.

Folgende Längen ergeben sich bei Steckleitern nach Norm:

Leiterlänge    

Arbeitshöhe

1 Leiterteil

2,70 m

ca. 2,10 m

2 Leiterteile   

4,60 m

ca. 3,70 m

3 Leiterteile

6,50 m

ca. 5,00 m

4 Leiterteile

8,40 m

ca. 7,20 m

So kann mit 4 Leiterteilen das 2. OG erreicht werden.

Die Differenz zwischen der Leiterlänge mehrerer Teile und der Summe der Länge der Einzelteile ergibt sich aus der Überschneidung der Teile beim Zusammenstecken. Dabei gilt: 2,70 m + 1,90 m = 4,60 m; 4,60 m + 1,90 m = 6,50 m; 6,50 m + 1,90 m = 8,40 m.

Mehr als vier Steckleiterteile dürfen nicht zusammengesteckt werden. Ein Einzelfällen wurden zur Menschenrettung in Notfällen auch schon längere Steckleitern eingesetzt; dieses liegt jedoch ausschließlich in der Verantwortung des Einsatzleiters.

Es werden so genannte A-Teile und B-Teile unterschieden: Die A-Teile haben auch am Leiterfuß Sprossen, so dass sie nicht auf ein Leiterteil gesteckt werden können. Ein A-Teil ist also immer das unterste Leiterteil. Bei B-Teilen fehlen die untersten drei Sprossen, dadurch kann ein weiteres Teil angesteckt werden. Eine Zeit lang war es üblich, statt eines A-Teils ein B-Teil zu verwenden, in das ein kurzes Stück mit drei Sprossen eingesteckt wurde. Inzwischen ist man davon wieder abgekommen. Zusätzlich gibt es noch ein Verbindungsteil, um zwei Leiterteile zu einer so genannten Bockleiter zu verbinden, dann darf die Leiter aber nicht mehr bestiegen werden.

Den Halt beim Zusammenstecken erhält die Leiter durch Verbindungen aus Stahlblech, die innen bzw. außen an den Holmen befestigt sind, die die Enden des jeweils anderen Leiterendes fest aufnehmen. Zusätzlich werden die zusammengesteckten Teile mittels eines Federbolzens verriegelt.
Steckleitern gibt es aus Leichtmetall oder Holz. Die Holme der hölzernen Steckleiter bestehen aus Fichten-, Kiefern- oder Lärchenholz, die Sprossen, die in den Holmen verleimt sind, werden aus Esche gefertigt. Zusätzliche Stabilität erhält die Steckleiter durch zusätzliche Sprossenanker.
Im Einsatz wird die Steckleiter im Regelfall von drei oder vier Feuerwehrleuten vorgenommen.

Schiebleiter

Die zwei- oder dreiteilige Schiebleiter ist eine Anstellleiter aus zwei bzw. drei beweglich verbundenen Leiterteilen, die mit einem Zugseil auseinander gezogen werden kann.
Die genormte dreiteilige Variante hat zusammengeschoben eine Transportlänge von 5,60 m, komplett ausgezogen eine Einsatzlänge von 14 m. Damit wird eine Rettungshöhe von 12 m beziehungsweise das Erreichen des 3. Obergeschosses ermöglicht.
Die zweiteilige Variante hat eine Einsatzlänge von 9,7m und kann das 2. Obergeschoss erreichen.
Unter-, Mittel- und Oberleiter haben jeweils 17 Sprossen. Eine Schiebleiter aus Holz wiegt 100 kg, die Ausführung aus Aluminium ist mit 75 kg deutlich leichter.

Klappleiter

Die Klappleiter (auch Doppelleiter) ist eine Anstellleiter der Feuerwehr. Nach Norm hat sie zusammengeklappt eine Länge von 3,26 m, auseinandergeklappt eine Länge von 3 m und ist somit die einzige genormte Leiter, deren Transportlänge größer als die Einsatzlänge ist. Zusammengeklappt hat die Klappleiter die Form eines Vierkantholzes mit abgerundeten Ecken. Sie benötigt so nur wenig Platz und kann leicht in einem Fahrzeug verstaut werden.

Die Klappleiter ist gut geeignet zum Überwinden kleiner Höhenunterschiede und für den Einsatz in engen Räumen oder Schächten. Die Klappleiter hat 9 Sprossen und wiegt etwa 10 Kilogramm. Die Holme bestehen in der Regel aus Fichten- Kiefern- oder Lärchenholz, die Sprossen sind aus Eschenholz und zusätzlich mit Stahlblech beschlagen. Die Holzteile der Klappleiter sind mit Leinöl geölt und mit einer Schicht aus Klarlack überzogen.

Hakenleiter

Hakenleiter im Einsatz

Die Hakenleiter entsprach früher den Normen der Feuerwehr, was heute jedoch nicht mehr so ist. Sie ist 4,40 m lang und hat an der Oberseite einen Haken, mit dem sie in eine höhergelegene Öffnung eingehängt werden kann. Sie darf nicht als Anstellleiter verwendet werden, da sie nur für Zug-, jedoch nicht für Druckbelastungen ausgelegt ist. Da sie wie oben beschrieben z. B. an jeden Balkon oder in jedes Fenster gehängt werden kann, ist ihre Arbeitshöhe als einzige Leiter praktisch unbegrenzt.

Sie wird nur selten eingesetzt, etwa wenn andere Leitertypen nicht geeignet sind. Hakenleitern mit Stahlhaken (68 cm) sind 11 kg schwer, Leitern mit Leichtmetallhaken (70 cm) wiegen etwa 9 kg. Der Haken hat 11 Zähne, damit die Leiter nach dem Einhängen nicht abrutschen kann. Die Spitze des Hakens ist nach unten umgebogen. Zwei Abweiser an der unteren Seite der Leiter sorgen dafür, dass ein ausreichender Abstand zur Wand bzw. Mauer erhalten bleibt.

Die Holme der Hakenleiter bestehen aus Kiefern-, Lärchen-, Fichten- oder Eschenholz, die Sprossen, die mit zusätzlichen Sprossenankern verstärkt und in die Holme eingekeilt und verleimt sind, sind aus Eschenholz. An der Innenseite der Holme sorgt ein verzinkter Stahldraht dafür, dass die Leiter selbst im Falle eines Holmschadens benutzbar bleibt. Inzwischen sind aber Hakenleitern aus Aluminium mit einem titanverstärkten Stahlhaken üblich.

Die Hakenleiter wird im Regelfall von zwei Personen vorgenommen, jedoch stets nur von einer Person bestiegen (beide Truppleute steigen nach einander von Geschoss zu Geschoss).

Dieser Artikel wurde aus der Online-Enzyklopädie Wikipedia entnommen. Der Originalartikel befindet sich hier. Hinweise zu den Rechteinhabern der Bilder erreichen Sie durch Klick auf das Bild.


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